HDR Foto Nachbearbeitung mit Photoshop CS4

Quelle: Flickr
Im dritten Teil meiner HDR-Serie möchte ich genauer auf die Nachbearbeitung von HDR Bildern (High Dynamic Range Images) eingehen. Wer meine bisherigen Artikel gelesen hat, der weiß, wie er die benötigten Bilder für ein HDR schießt und wie diese in Photoshop CS4 erstellt werden. Zwar lässt der Automatisierungsprozess von Photoshop CS4 schon einiges an Einstellungen zu, Fehler können trotzdem auftreten.
Mit Problemen wie Unschärfe, Artefakten oder schlecht verteilten Kontrastverhältnisse muss sich niemand zufrieden geben. Photoshop bietet dem erfahrenen Nutzer eine Menge Möglichkeiten, diesen Fehlern Herr zu werden.

Die Bearbeitungsoption "Unscharf maskieren"
Wurde das HDR Bild aus mehreren JPEG Bildern zusammengesetzt, so kann häufig eine leichte Unschärfe auftreten. Je mehr Bilder verwendet werden, desto stärker kann dieser Effekt auftreten. Wer auf keine Bilder verzichten möchte, der kann mit dem Photoshop Filter „Unscharf maskieren“ nachhelfen. Je größer Stärke und Radius gewählt werden, desto schärfer wird das Bild gezeichnet. Höhere Werte bedingen allerdings die Bildung von Artefakten und sollten nicht zu hoch gewählt werden. Mit dem Erhöhen des Schwellenwertes kann hier gegensteuert werden, jedoch sinkt dabei die Schärfe wieder.
Sind Artefakte bereits von Beginn an im Bild vorhanden, können diese nicht durch einen Filter korrigiert werden. Hier ist eine manuelle Nachbearbeitung nötig. Besonders häufig treten Artefakte bei bewegten Objekten, wie fließendem Wasser (Wellen) oder sich im Wind wiegende Blätter, auf. Um diese zu korrigieren das „Kopierstempel-Werkzeug“ verwendet. Handelt es sich bei den Artefakten lediglich um eine falsche Farbinformation, aber richtige Bildinformationen, so kann der Modus auf „Farbton“ gestellt werden. Ansonsten wird der normale Modus verwendet.
Sehr häufig tritt das Problem der falschen Tonwerte auf. Zwar lassen sich bereits während des Zusammenfügens einstellen, jedoch werden diese Einstellungen für das gesamte Bild übernommen. So entstehen zwangsläufig Bereiche, in denen die Tonwerte in Ordnung sind, aber auch Bereiche, in denen diese nicht dem gewünschten Ergebnis entsprechen. Hier kann mittels Tonwertkorrektur bzw. einer Anpassung der Gradiationskurve nachgeholfen werden.

Tonwertkorrektur in Photoshop

Gradiationskurve in Photoshop
Dazu werden Masken verwendet, die es erlauben, bestimmte Bereiche des Bildes vor den Änderungen zu schützen. Zudem kann es bei der Tonwertkorrektur sehr helfen, den Ebenemodus nicht auf „Normal“, sondern auf „Ineinanderkopieren“ zu setzen. Die richtige Abstimmung der Tonwerte ist sicherlich die schwierigste Aufgabe bei der Nachbearbeitung. Um hier sehr gute Ergebnisse zu erzielen, ist viel „herumprobieren“ nötig. Wer also nicht auf Anhieb die besten Ergebnisse bekommt, einfach nochmal neu beginnen, denn ein gutes Bild dauert und ist viel Arbeit.
Details dieses Beitrags:
- Veröffentlicht am: 03. August 2010
- Autor: mikum
- Kategorie: FotoSoftware
- Tags: Artefakte, CS4, Filter, HDR, High Dynamic Range, Kontrastverhältnisse, Kopierstempel-Werkzeug, Nachbearbeitung, Photoshop, Tonwerte
- Kommentare: 3 Kommentare
- Trackback: URI




Das Foto ist gut getroffen.Als Hobbyfotograf echt super.Denkt man garnicht.LG Birgit
[...] gibt ein paar Tipps, wie man HDR-Fotos in Photoshop CS4 nachbearbeitet. Für alle, die sich mit HDR-Fotografie beschäftigen und nicht ein extra Tool wie [...]
Das Bild ist echt super geworden, klasse fotografiert. Photoshop sei dank und es wird noch schöner ;)