DigitalkameraStart: Digitalkamera

Digitalkameras kaufen ist nicht einfach. Eine Kaufberatung und eine Auflistung der unterschiedlichen Modelle soll Ihnen die Wahl erleichtern. Und das nicht nur mit technischen Spezifikation, sondern mit praktischen und kostenlosen Hinweisen, wie sich diese auf die Qualität der Fotos auswirken.

Die aufgenommenen Bilder lassen sich über ein Kabel, Speicherkarte, Bluetooth, WLAN, etc. an ein TV-Gerät, einen PC oder einen speziellen Foto-Printer übertragen und natürlich auch dirket ins Internet hochladen (Instagram, Snapchat, Facebook, …).

Wer weiterhin seine Schnappschüsse auf Papier festhalten will und keinen eigenen Foto-Printer hat, dem helfen die normalen Bilderdienstleister weiter. Diese drucken ihre online hochgeladenen Fotos kostengünstig auf Papier.

Digitale Fotos lassen sich auch direkt in Multimedia-Anwendungen integrieren, auf Bildschirmen anzeigen oder als E-Mail verschicken. Unterschiede zwischen den einzelnen Kameras gibt es natürlich in der Ausstattung und den Funktionen, die sich nicht zuletzt im Preis bemerkbar machen.

Erfindungsphase

Die Geschichte der Digitalkamera nimmt mit der 1963 von David Paul Gregg an der Stanford University erfundenen Videodisk-Kamera ihren Anfang, und obwohl ihre Bilder nur ein paar Minuten (auf eben jener Videodisk) gespeichert werden konnten, so ist sie doch die erste Kamera, die optische Bilder digital speichert.

Das erste Patent auf alle flachen (Bild-)Schirme, die optische Bilder stabil (solid-state) aufnehmen und aufbewahren können, wird 1968 beantragt. U.S. patent # 3,540,011.

Im Jahre 1969 wurde dann die Basis des CCD (charged coupled device) von Willard Boyle und George Smith erfunden. Das CCD, ursprünglich als Datenspeicher entwickelt, ist ein lichtempfindlicher Chip, mit dem Bilder gespeichert werden können. Diese Erfindung ist der endgültige technische Durchbruch auf dem Weg zur digitalen Fotografie.

1970 bauen Bell-Wissenschaftler die erste Solid-State-Video-Kamera, die das CCD als Bildaufzeichnungssensor benutzt. Man beachte, dass es sich hierbei noch um eine Videokamera handelt, da es schwieriger war, ein einzelnes Bild zu speichern als einen kleinen Film.

Ein weiteres wichtiges Patent wird 1972 an den Erfinder Willis A. Adcock von Texas Instruments ausgegeben. Es beschreibt eine filmlose, elektronische Kamera, wobei noch ein Fernsehbildschirm als Sucher empfohlen wird.

Kommerziell erhältlich wurde das CCD 1973, welches von Fairchild Imaging entwickelt und produziert wurde. Es hatte eine Auflösung von 100 × 100 Pixel (0,01 Megapixel). 1974 fand Dr. Gil Amelio eine Möglichkeit, CCDs einfach und industriell zu fertigen.

1975 ist die Geburtsstunde der ersten „richtigen“ Digitalkamera. Konstruiert wurde sie von Steve J. Sasson von Kodak. Sie verwendete das CCD von Fairchild als Bildsensor, benötigte 23 Sekunden, um ein einziges Bild auf eine Digitalkassette zu speichern, und wog gut 4 kg.

Die Fairchild MV-101 war dann 1976 die erste kommerziell erhältliche CCD-Kamera, die ebenfalls den Bildsensor von Fairchild mit 0,01 Megapixel verwendete.

Weitere Entwicklung

Digitalkameras wurden ab Mitte der 1980er Jahre zunächst vorwiegend von professionellen Fotografen im Bereich der Studio-, Mode- und Werbefotografie sowie ab Mitte der 1990er Jahre auch in der Reportagefotografie eingesetzt. Frühe serienreife Modelle wurden von Apple (Apple QuickTake), Sony (Mavica) und Canon (Ion) angeboten; Konica Minolta (Dimage), Nikon (Coolpix) und Olympus (Camedia) u. a. folgten mit eigenen Modellreihen. 2002 wurde von Kyocera erstmals eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR = Digital Single Lens Reflex) mit einem Sensor in voller Kleinbildgröße (Contax N Digital) vorgestellt.

Im Heimanwenderbereich setzen sich Digitalkameras ab Ende der 1990er Jahre durch und erzielen aufgrund rapide fallender Preise mittlerweile höhere Umsätze als analoge Fotogeräte, manche Hersteller haben inzwischen sogar die Herstellung analoger Modelle fast ganz eingestellt.

Damit verbunden ist eine stürmische Belebung des gesamten Fotohandels, der vor Einführung der Digitalkameras als gesättigt und technologisch ausgereizt galt. Trotz anfänglicher Befürchtungen hat die Einführung des digitalen Fotografierens zu keinem Rückgang des Auftragsvolumens in den Fotolaboren geführt. Es werden vielmehr sogar Steigerungen festgestellt. Auch heute wollen die Fotografen ihre Bilder noch auf Papierabzügen sehen.

Smartphones

Digitalkameras werden seit Anfang des 21. Jahrhundert zunehmend in andere Geräte integriert:
Fast alle modernen Mobiltelefone enthalten eine eingebaute Digitalkamera. Mittlerweile werden hier auch Modelle mit bis zu fünf Megapixeln gebaut. Für Personal Digital Assistenten sind externe Kamera-Module verfügbar, oder eine einfache Digitalkamera ist in den PDA integriert. Video-Camcorder besitzen Fotofunktionen, die ähnlich wie Digitalkameras arbeiten.
Andererseits verfügen viele digitale Fotoapparate über die Möglichkeit, Filme in VHS-Qualität mit Ton aufzunehmen oder die digitalen Signale ohne Zwischenspeicherung direkt an die Schnittstelle zu übertragen. Damit können diese Digitalkameras auch als Webcam genutzt werden.

Digital

Digitalkameras arbeiten, anstatt mit einem Film, mit einem CCD-Chip. Dieser wandelt das auffallende Licht in elektrische Signale um, welche von einem A/D-Wandler in binäre, vom Computer zu verarbeitende, Datenströme umgesetzt werden. Diese binären Daten können in der Kamera auf einem Speichermedium gespeichert oder direkt in den Computer übertragen werden, um sie dort mit entsprechenden Programmen zu bearbeiten, zu manipulieren und zu drucken. Sie können von hier aus auch direkt per E-Mail oder Fax verschickt werden.


Digital bedeutet dabei ein Kodierungs- oder Zählsystem, das auf der binären Darstellung von Zahlen beruht. Diese Werte bestehen im Gegensatz zu analogen Daten aus einzelnen Stufen. Eine binärer Zahl kann nur zwei Werte annehmen, Null oder Eins. Das digitale oder binäre System dient als Basis für die Speicherung und Verarbeitung von Daten in einem Computer.


Kaufberatung

Die Entwicklung der Digitalkameras geht rasant voran – und immer mehr Käufer sind verunsichert, auf was man nun wirklich achten muss. In dem Begriffs-Wirrwarr von Megapixeln, digitalem Zoom und verschiedenen Objektiven kommt schnell Verwirrung auf. Was steckt eigentlich hinter dem Fach-Chinesisch?

Der Markt von Digitalkameras ist riesig und die Käufer sind bereit gutes Geld für gute Qualität auszugeben. Doch schlechte Beratung und viele Begriffe, die nicht sofort schlüssig sind, wirken sich negativ auf die Kaufentscheidung aus. Kein Wunder, denn wer sich eine Digitalkamera kauft, möchte schöne Fotos und dabei nicht erst einen Techniker-Lehrgang absolvieren müssen. Was sagen also die Begriffe wirklich aus?

Akku

Wer von einer analogen auf eine digitale Kamera umsteigt, wird sich als erstes über den hohen Verschleiß an Batterien wundern. Durch Blitz-Funktion und Display verbrauchen digitale Kameras viel mehr Strom als ihre analogen Artgenossen. Am besten ist es deshalb, wenn man gleich auf Akkus zurückgreift, die wieder aufladbar sind. Das spart gegenüber herkömmlichen Batterien eine Menge Geld.
Wer viel Fotografiert, sollte sich auch gleich einen zweiten Satz Akkus besorgen und ihn auch mit sich führen. So ist gewährleistet, dass eine Foto-Tour nicht ein vorzeitiges Ende wegen Batterie-Problemen nehmen muss.

Auflösung

Die Auflösung ist wohl das Feature, dem man die meiste Aufmerksamkeit schenkt – leider manchmal auch zu unrecht. Allgemein nimmt man an je höher die Anzahl der Megapixel (Millionen Bildpunkte) ist, desto besser ist auch die Kamera. Dabei stehen die Megapixel aber nicht immer für die Bildqualität.
Für private Zwecke reichen Kameras mit 3 Megapixeln vollkommen aus. Sie liefern selbst bei Bildausdrucken bis zu einer Größe von 10×15 cm eine gute Qualität. Wer es etwas professioneller will und vielleicht auch Ausdrucke in DIN A4-Format benötigt, muss dann schon eher auf einen größeren Pixelwert zurückgreifen.

Farbtiefe

Die Farbtiefe ist ein Angabe, der meist nicht so viel Bedeutung beigemessen wird. Dabei ist gerade das interessant, wenn man schöne Fotos mit ausdrucksstarken und realitätsnahen Farben haben möchte. Die Farbtiefe definiert die maximale Anzahl von Farben, die eine Digitalkamera erfassen kann. Je höher der Wert ist, desto naturgetreuer ist auch das Ergebnis. True Color Darstellungen erfordern eine Farbtiefe von 24 Bit. Das ist auch der Minimalwert für eine hochwertige Kamera.

Objektiv

Das Objektiv ist wohl der wichtigste Bestandteil einer Kamera, wenn man auf Qualität wert legt. Mit einem guten Objektiv gibt es exzellente Farbwiedergaben und gut erkennbare Feinheiten. Auch reduziert ein gutes Objektiv Reflexionen und liefert ein unverzerrtes Bild. Wer aus dem Fotografieren ein Hobby oder mehr machen möchte, der sollte unbedingt darauf achten, das an der gekauften Kamera auch andere Objektive angebracht werden könne.

Zoom

Beim Zoom trifft man heute häufig auf die Bezeichnungen ‚optisch’ und ‚digital’. Beim optischen Zoom werden Gummilinsen gegeneinander verschoben und die Anfangsbrennweite dadurch multipliziert. Beim digitalen Zoom hingegen wird die Brennweite nur elektrisch auf das 4-fache erhöht. Es wird dabei nur ein Bildausschnitt näher heran gezogen, was negativen Einfluss auf die Qualität hat. Deshalb lassen Kenner den digitalen Zoom außer Acht und verlassen sich auf die Angabe des optischen Zooms.

Speichermedien

Klassische Filmrollen haben bei digitalen Kameras ausgedient. Hier werden die Bilder auf Speichermedien aufgenommen und können anschließend auf den Computer oder Drucker übertragen werden.
Lange Zeit waren die SmartMedia-Karten die Klassiker unter den Speicherkarten. Doch inzwischen trifft man häufiger auch Compact-Flash-Cards, die wesentlich robuster und flexibler sind.
Sony bietet für die eigenen Kameras Memory Sticks an, die in zwei verschiedenen Versionen auf dem Markt erhältlich sind.
Viele Geräte bieten heute aber auch schon Mulitfunktions-Slots an, in die alle handelsüblichen Karten hinein passen.

Fazit

Beim Kauf einer Digitalkamera gibt es wirklich viel zu beachten, wenn man lange Spaß mit dem Gerät haben will. Wer sich selbst nicht tiefer in die Materie einarbeiten will, sollte sich am besten in einem Fachgeschäft beraten lassen.