Archiv: April, 2010
Jeder bewegt sich ab und an mal auch zu Fuß durch die Welt da draußen. Schaut ihr dabei auch mal etwas genauer hin? Ich denke eher nein, die Dinge, die unterhalb unseres Sichtfeldes sind, werden kaum wahrgenommen. Es sei denn, jemand macht sie sichtbar.
Hier kommt die Makrofotografie ins “Spiel”.
Ich habe für mich relativ früh, die nicht so beachteten Details in meinem Umfeld entdeckt und versuche sie jedermann näher zu bringen. Viele fragen sich verwundert, was da zu sehen ist und sind begeistert, wenn ich das “Rätsel” löse.
Es gibt auch in diesem Bereich der Fotografie sehr viel Facetten; Kontraste, Natur oder auch Gegenstände können aus der Nähe ganz anderes aussehen.
Man kann sich ganz schnell in solche Blickwinkel vernarren und ich liebe es mittlerweile am Boden umher zu kriechen. Dabei habe ich auf der technischen Seite überhaupt noch nichts ausgereizt. Die meisten Bilder entstanden mit einer “einfachen” Spiegelreflex, einer Canon EOS 350D und einem Makroobjektiv mit 60mm.
Es gilt auch hier, man muss das Bild schon sehen um es festzuhalten, das Equipment spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist auch eine ruhige Hand, ein Stativ kann nur bedingt eingesetzt werden.
Ich habe mal einige Beispiele zusammen getragen, welche allerdings eine Nachbearbeitung in Photoshop erfahren haben.
Das erste Bild ist ein typisches und beliebtes Motiv in einer etwas düsteren Variante.

Beim zweiten handelt es sich um winzige Pflanzen in einer Mauerritze, die ich mit einer Nikon D40 ohne Makroobjektiv bei strömenden Regen aufgenommen habe.

Hier hatte ich beim Frühstück plötzlich diesen Honigtropfen auf der Zeitung und musste (manchmal zwanghaft) die Kamera holen.

Die Biene überraschte mich auch eher unerwartet und ich war am Ende froh, dass sie mir noch etwas Zeit für ein “Shooting” lies, bevor sie genervt davon flog.

Das Bild entstand bei einer meiner typischen Exkursionen im Wald und hat mir letztendlich in Schwarz/Weiß am besten gefallen.

Marienkäfer sind immer eine besondere Herausforderung, denn sie können einfach nicht still halten. Das Bild wäre auch langweilig, wenn sie nur “dasitzen” würden.

Meine Schreibtischlampe inspirierte mich zu diesen Bild, das Stellrad ist etwa 1cm groß, ich hätte eventuell vorher etwas “Staub wischen” sollen.

Man kann deutlich sehen, es gibt keine Grenzen, man kann auch in diesem Bereich viele Bildideen umsetzen. Einzig die im wahrsten Sinne der Worte “Liebe zum Detail” steht hier etwas deutlicher im Vordergrund als bei verschiedenen anderen Arten der Fotografie.
28. April 2010 | Fotografie | 9 Kommentare »
Adobe bastelt derzeit fleißig an Version 3 seiner Foto-Verwaltungs- und -bearbeitungssoftware Lightroom. Den aktuellen Entwicklungsstand kann man als Beta jetzt schon ausprobieren.
Nebenbei geht aber auch die Pflege der Version 2.x seinen gewohnten Gang. Hauptanlass für ein neues Release war hier sicherlich wieder einmal die Unterstützung neuer Kameramodelle. Mit Lightroom 2.7 werden nun auch die folgenden Geräte unterstützt:
- Canon EOS 550D
- Kodak Z981
- Leaf Aptus-II 8
- Mamiya DM40
- Olympus E-PL1
- Panasonic Lumix G2
- Panasonic Lumix G10
- Sony A450
Bei der Gelegenheit hat Adobe auch gleich noch ein paar Bugfixes mit einfließen lassen. Z.B. konnte es unter Windows zum Absturz kommen, wenn man Lightrooms Diashow verwendete. Dieses und andere Problemchen sollen mit der Version 2.7 behoben worden sein.
Die neue Lightroom-Version kann hier heruntergeladen werden:
Adobe Photoshop Lightroom 2.7 für Windows
Adobe Photoshop Lightroom 2.7 für Mac
21. April 2010 | FotoSoftware | Keine Kommentare »
Auch wenn so ein Linktipp nicht wirklich viel Substanz hat, es gibt Webfunde, die darf man einfach nicht für sich behalten. So auch die 66 beeindruckenden Fotomanipulationen, die instantShift gesammelt hat.

via Photoshop-Weblog
20. April 2010 | Fotografie | Keine Kommentare »
Vor einigen Tagen starb mein Vater an einem schweren Krebsleiden. Als er vor mehr als 5 Jahren die Diagnose bekam, hieß es, dass er nur noch ein paar Monate zu leben hätte.
Das wollte er nicht hinnehmen und so begann für ihn ein “neues Leben”. Er genoss jeden einzelnen Tag und fing an die “Welt” mit seiner Bridge-Kamera zu erkunden.
Immer wenn es ihm etwas besser ging, zog er los um zu fotografieren. Für ihn war keine Zeit zu früh oder kein Motiv unmöglich.
Ging es ihm schlechter schaute er seine Bilder am Computer an und lies so nochmals die Zeit vorüberziehen, als er die Bilder gemacht hatte. So wurden aus den Tagen Monate und aus den Bildern Archive. Er schöpfte aus jedem seiner Bilder neuen Mut. Seine Familie unterstützte ihn bei seinem Hobby und so wurden auch kleinere Touren in die Umgebung gemacht.
Als ich ihn bei meinen Besuchen beobachtete, merkte ich dass das Fotografieren etwas mit ihm machte und er seine Kraft daraus zog.
Ich besuchte ihn auch in der Zeit als es mir schlecht ging (die Trennung von meiner Frau) und mich faszinierte sein Lebenswille.
Für mich lief es im Leben leider auch nicht immer perfekt, so dass ich sehr oft traurig war und nicht weiter wußte. Ich dachte zuerst, ich muss alles Vorangegange abbrechen, um neu anzufangen. Ich verkaufte meine Kamera (Canon EOS 350D) und das Zubehör. Ich wollte nichts mehr damit zutun haben.
Doch dann kam der Moment, als ich merkte es fehlt mir etwas. Die Kamera war weg und Geld für eine neue hatte ich erstmal nicht. So zog ich los und fotografierte sehr viel mit meinem iPhone.
Das ging schneller und unkomplizierter als gedacht, einen Haken hatte es trotzdem. Ich brauchte immer ausreichend Licht. Das iPhone hat keinen Autofokus, was aber den vorhandenen 2 Megapixel der Kamera zu Gute kommen würde. So sind die Bilder meist etwas schwammig und je dunkler es draußen wurde, desto mehr dann das Rauschen.




Hin und wieder konnte ich mir eine Kamera ausleihen und meine Leidenschaft wurde wieder entfacht. Ich probierte eine Canon 10D, eine Canon 5D Mark II und zu guter letzt eine Nikon D40. Alle hatten etwas gemeinsam, die Bilder wurden schärfer.
Das absolute Highlight ist die 5D. Ich hatte beim Nachbearbeiten deutliche Probleme mit meiner alten Hardware (4 Jahre altes MacBook Pro), aber die Rohdaten waren schon ziemlich perfekt für mich.



Egal welche Bilder man macht, man möchte immer etwas damit ausdrücken. Als ich meine Fotos betrachtete, merkte ich die tiefe Melancholie die darin verborgen war. Ich habe, ohne es vorher zu beabsichtigen, meine Trauer in meinen Bildern verarbeitet.
Das Fotografieren hilft mir trotzdem nach vorne zu schauen und nicht aufzugeben.
Jedes Resultat erfreut mich und gibt mir Ideen für etwas neues. Die Bilder wecken Erinnerungen und halten etwas für die Ewigkeit fest.
Eine große Menge an weiteren Beispielfotos mit den oben genannten Kameras gibt es unter gallery.me.com.
Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr mit dem Fotografieren etwas verarbeitet?
03. April 2010 | Allgemein and Fotografie | 14 Kommentare »