Anti-Web2.0-Look

Seit die Pioniere des Web2.0 es erfolgreich vorgemacht haben, ziehen sukzessive alle anderen nach. Jeder noch so spießige Online-Shop bemüht sich – mehr oder weniger erfolgreich – um das frische, saubere Web2.0-Webdesign. Das führt schließlich zum allgemeinen hochglanzpollierten Look an den wir uns alle schon so gewöhnt haben. Höchste Zeit also, dass jemand auf den Plan tritt und sich gegen diese Massenbewegung auflehnt. Wer das ist, dazu komme ich gleich.
Aber was zeichnet webzweinulliges Design aus? Vor der Gestaltung meines Webdesigns habe ich mich das auch gefragt (Ja, ich bin schuldig, auch ein trendiges Design gemacht versucht zu haben.). In meinen Augen sind es vor allem die folgenden Punkte:
- Farbverläufe
- große Schriftarten
- großzügiger Umgang mit Platz
- runde Ecken
- Reflexionen
um nur einige Merkmale zu nennen. Was genau den Web2.0-Look kennzeichnet, das beschreibt dieser Beitrag von webdesignfromscratch.com ziemlich ausführlich.
Nun aber zum Rebellen, der am Web2.0-Design-Imperium kratzen möchte: mao erklärt in seinem Artikel, welche Design-Richtlinien zu wählen sind, wenn man eben keinen Web2.0-Look erzielen möchte. Inspiriert wird er dabei wiederum von Elliot Jay Stocks, der Vorträge über zukünftige Webdesign-Trends hält, sich also auszukennen scheint. :) How To Destroy The Web 2.0 Look identifiziert dabei folgende Elemente, die helfen einen Anti-Web2.0-Look zu erreichen (frei übersetzt):
- altmodisch wirkende Retro Elemente
- warme, dunkle Farben
- auffällige, organische Texturen
- Schriftarten im Grunge-Retro-Stil
- ausgefranste, abgefressene, raue oder ausgewaschene Kanten
- Ornamente (obwohl ich die auch sehr webzweinullig finde)
- Flecken, Sprenkel
- auffällige, mit vielen Elementen befüllte Header
In dem Artikel wird auf die einzelnen Punkte genauer eingegangen und Beispiele werden auch gleich geliefert. Also viel Spaß beim Lesen: How To Destroy The Web 2.0 Look

