Archiv: 'Allgemein'

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Fortsetzung von Teil 1.
Er hatte keine Ahnung warum der Kleine weinte, aber irgendetwas musste ihn sehr bedrücken, er schien für sein Alter generell sehr nachdenklich und sentimental zu sein. Doch aufgrund der Sprachbarriere und der Verschlossenheit des Jungen konnte er nicht herausfinden, was den Kleinen bekümmerte, geschweige denn, ihm helfen. Er hatte aber das Gefühl, dass der Blick durch die Kamera ihm einfach half, zu entspannen, sie war ein wenig wie eine Droge, beruhigte ihn, wenn er durch den Sucher schaute. Sie nahm ihm einen Teil seines Kummers. “Der Junge mit der Ziege (Teil 2)” weiter lesen »
27. April 2012 | Allgemein and Fotografie | Keine Kommentare »

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Als ich noch jünger und frischer war, machte einer meiner Freunde eine Pause nach dem Abitur, die sich länger als geplant über mehrere Jahre erstreckte. Aus seiner Freiwilligenarbeit in Australien wurde ein weiteres soziales Jahr in Nepal und schließlich eine letzte Reise in ein kleines Dorf in Indien, ganz in der Nähe von Kanpur, direkt am Ganges. Die Geschichte, die ihn mit diesem Dorf verband, dessen Namen ich nie kannte, geht mir bis heute nicht aus dem Kopf, obwohl sie schon lange zurückliegt. Jedes Mal, wenn ich das Polaroid auf dem Kaminsims betrachte, auf dem der kleine Junge mit seiner Ziege im Arm zu sehen ist, schweifen all meine Gedanken ab und mein hektisches und unruhiges Dasein hier in Deutschland steht einen Moment lang still. “Der Junge mit der Ziege (Teil 1)” weiter lesen »
25. April 2012 | Allgemein and Fotografie | 1 Kommentar »

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Noch etwa eine Stunde saß er reglos auf der Bank, die Arme auf seine Beine gelegt. Vom kleinen Teich links neben ihm näherten sich plötzlich gemächlichen Schrittes zwei Enten. Er hob seinen gesenkten Kopf und betrachtete sich die Enten. Dann nahm er das Brot aus den Boxen und warf ihnen kleine Stücke zum Essen hin. Sie verschlangen das Brot so gierig, als hätten sie tagelang nichts gegessen. Es war genug für beide da, aber trotzdem stritten und kämpften sie um jeden Brocken. Das tat er so lange, bis die Enten satt waren und abzogen. Er legte das Brot zurück in die Boxen und schloss den Rucksack. Er stand auf und lief langsam in Richtung Teich, auf die kleine hölzerne Brücke zu, die in einem Rundbogen darüber führte. In der Mitte der Brücke blieb er stehen und stütze sich mit den Ellenbogen auf das hölzerne Geländer. Den Kopf in die Handflächen gelegt starrte er auf das ruhige Wasser. “Der Frosch im Park (Teil 2)” weiter lesen »
18. April 2012 | Allgemein and Fotografie | Keine Kommentare »

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Bereits um 6 Uhr klingelte Nils Wecker. Er stand auf, ging sich im Bad frisch machen, zog sich an, frühstückte um halb 7 und war um 7, nach dem Zähneputzen, bereit zu gehen. Er nahm den Bus um 10 nach 7, der zwei Ecken von seinem Haus hielt, um die S-Bahn am Hauptbahnhof eine Viertelstunde später zu bekommen. Diese fuhr etwa 25 Minuten lang. Dann musste er noch, vorausgesetzt er hielt seinen zügigen Schritt, knapp 10 Minuten laufen, um dann pünktlich um 8 vor dem alten Gebäude zu stehen. Somit hatte er eine Stunde Zeitpuffer, falls irgendetwas nicht so lief, wie geplant. Falls ein Bus ausfiel, oder die Bahn streikte. So konnte er notfalls noch ein Taxi nehmen. “Für mehr bestimmt (Teil 1)” weiter lesen »
04. April 2012 | Allgemein | 1 Kommentar »

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Insgesamt waren es nur fünf Bilder, aber jedes war erstens stechend scharf und in optimalem Zoom aufgenommen und zeigte zweitens ganz genau, was gerade passierte. Auf dem ersten Bild griff ein maskierter, etwas größerer Mann in seine Jackentasche, auf dem zweiten sah man ihn mit einem kleinen Messer auf den anderen zugehen und diesen die Hände beschwichtigend nach oben halten. Das dritte Bild war so schrecklich, dass ich es nur einmal ansehen konnte, denn es zeigte, wie der Mörder auf sein Opfer einstach und dieses sich krümmte. Die anderen beiden zeigten ihn auf dem Boden liegend. Mehrere Minuten saß ich fassungslos im Gras und hielt die Kamera immer noch zitternd in der Hand. Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühlte, so etwas muss man einfach selbst erlebt haben. “Ein beunruhigender Fund (Teil 2)” weiter lesen »
29. März 2012 | Allgemein | Keine Kommentare »

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An jenem Dienstagnachmittag war es für einen gewöhnlichen Wintermorgen wirklich sehr warm. Man hatte den Eindruck, der Frühling warte förmlich darauf, den Winter endlich verdrängen zu dürfen und kitzle deshalb den verbleibenden Schnee mit unermüdlichen Sonnenstrahlen. Sollte das Wetter so bleiben, würden auch die letzten Schneehaufen am Wegesrand in den nächsten Tagen schmelzen. Obwohl es hier im Wald, unter den Wipfeln der Tannen und Birken selbst im Sommer noch ein wenig kühl war, fühlte es sich jetzt schon unglaublich gut an, wenn alle paar Meter ein Sonnenstrahl mein Gesicht kreuzte. Ich lief meine übliche Route von etwa sieben Kilometern, die mir nachmittags die nötige Entspannung gab, die ich für meinen Job brauchte, für den ich abends meistens noch einige Stunden im Büro verbringen musste. Doch dieses Mal lief alles ein wenig anders als sonst. “Ein beunruhigender Fund (Teil 1)” weiter lesen »
26. März 2012 | Allgemein | 1 Kommentar »

photo credit: Daniel Y. Go
März 2011:
Ich habe mich von meiner Frau breitschlagen lassen, uns das iPad 2 zu besorgen. Es sei ja vor allem für die Kinder, es gäbe da eine ganze Reihe sinnvoller Apps, bei denen die Kinder auf spielerische Weise Mathematik und Englisch lernen. Außerdem habe es eine Kamera, was ja auch für mich als Hobbyfotografen interessant sein könnte. Ganz toll, ja, eine brauchbare Videofunktion für Fußballplatzfilmer scheint das Teil tatsächlich zu haben, aber Fotos machen mit einem iPad? Das Ergebnis meines ersten Fotoversuches bestätigt meine Zweifel und verrät mir, dass selbst meine Taschenlampe bessere Fotos schießen könnte. “Die Technik und das Biest (Teil 2)” weiter lesen »
09. März 2012 | Allgemein | Keine Kommentare »

photo credit: Fadzly @ Shutterhack
November 2010:
Nachdem mir gestern ein kleiner Bericht in der Tageszeitung verriet, dass tags zuvor, auf der A8 zwischen München und Augsburg, ein heftiger Unfall durch einen russischen LKW-Fahrer, der nach dem Unfall Fahrerflucht beging, verursacht wurde, darf ich mich heute über ausgiebige Beschimpfungen seitens einiger Forenmitglieder freuen. Hin und wieder erlaube ich mir einen Blick in diverse dieser Foren, um meine tägliche Gier nach Fremdscham und Ablehnung gegenüber des wichtigtuerischen Pöbels zu stillen. Es interessiert mich brennend, dass Jürgen aus Stuttgart (Name geändert) der Meinung ist, der Kerl sei ein Schwein, wo er doch eine junge Frau durch sein fahrlässiges Verhalten so schwer verletzt habe. Es reiht sich weiteres Gestänker dieser Art, bis ich auf folgenden Kommentar von Elfriede M. stoße: „Die Autobahn ist doch riesig. Bei der heutigen Technik muss doch irgendjemand den Unfall gefilmt haben und das Nummernschild des LKW-Fahrers so identifizieren können. Meine beiden Töchter und mein Enkel haben Kameras im Auto, die ständig laufen. Sie machen so viele Fotos, irgendjemand muss doch Bilder vom Unfall haben. Kameras sind doch mittlerweile überall drin.“
Nachdem ich den Kommentar dreimal amüsiert gelesen habe und mich frage, was die Familie mit den vielen Kameras im Auto wohl so treibt, schweifen meine Gedanken vom Unfall ab, ins Jahr 2020. Ich stelle mir das etwa so vor: “Die Technik und das Biest (Teil 1)” weiter lesen »
07. März 2012 | Allgemein | Keine Kommentare »

photo credit: selva
Wirklich gut kenne ich mich mit den Dingern ehrlich gesagt nicht aus. Um genau zu sein sogar überhaupt nicht, aber soviel kann ich sagen: sie muss sehr, sehr alt gewesen sein. Viel zu alt, als dass er sie sich als Neuware hätte in einem Laden selbst kaufen können. Von irgendeinem Flohmarkt hätte er sie eventuell haben können, das ist möglich, glaube ich aber kaum. Vielmehr vermute ich, dass sein Großgroßonkel oder Ururgroßvater sie ihm vererbt hatte und er sie unter anderem deshalb so vergötterte und pflegte, weil sie eben ein, vom Großvater so betiteltes, „historisch wertvolles Familienerbstück“ war und man so etwas nun einmal vergöttern und pflegen muss. “Alte Liebe rostet nicht (Teil 1)” weiter lesen »
29. Februar 2012 | Allgemein | 4 Kommentare »