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Stillleben 1: Wie man gute Kompositionen schafft

Quelle Foto: Logan Brumm Photography and Design | flickr.com

Das Stillleben ist wohl eines der größten Teilgebiete der Fotografie und entwickelte sich aus der frühen Darstellenden Kunst, die mit Malern wie Cotan und Chardin zwei „Gründer“ des Stilllebens einschließt. In der Fotografie ist das Stillleben durch die Beeinflussung durch Werbeplakate und Magazine eine extrem schwierige Disziplin, da professionelle Fotostudios immer mit besserer Technik ausgestattet sind, als die meisten Hobbyfotografen. Außerdem verlangt das Stillleben dem Fotografen eine große Kontrolle ab, vor allem die Beleuchtung muss genau kontrolliert werden.

Bevor man ein Stillleben fotografiert sollte man sich genaue Gedanken über die Komposition machen und einen Plan erstellen, damit die Komposition immer wieder mit neuen Ideen wachsen kann. Dieser Plan erleichtert vor allem Fotografen, die bislang lediglich lebensnahe Szenen oder in freier Natur fotografiert haben den Einstieg in die „Studiofotografie“. Natürlich ist es Anfangs schwer eine tolle Komposition zu schaffen, da es außer der eigenen Fantasie und dem ausgewählten Objekt nicht mehr gibt, was einem ein tolles Motiv schafft.

  1. Zu aller erst sucht man sich ein Thema oder eine Idee, die man mit bestimmten Gegenständen umsetzen möchte. Die Wahl der Gegenstände hängt von Größe und Form ab. Wenn eine Form Grund dafür ist, die Gegenstände abzulichten, so sollte auch genau diese Form künstlerisch unterstrichen werden, indem man sie durch Position, Beleuchtung, Kamerawinkel und weitere Requisiten hervorhebt.
  2. Immer zu beachten ist die Ausrichtung und Lage der Gegenstände. Sind sich diese sehr ähnlich, so sollten unter 10 Gegenständen mindestens 2 sein, die aus dem Raster fallen, sei es durch Verschiebung oder Stapelung, durch Zerstörung oder irgendeine andere Veränderung.
  3. Bevor man die einzelnen Gegenstände positioniert sollte der Hintergrund festgelegt und bei Bedarf gestaltet werden. Hierbei unterscheiden sich einfarbige oder sogar nicht gestaltete weiße Hintergründe, von denen die als komplexe Blickfänge Teil des Motivs sind.
  4. Schon jetzt sollte die Beleuchtung ungefähr festgelegt werden, um einen etwaigen Eindruck des Effektes zu bekommen. Hierbei sollte zunächst eine einfache Anordnung genügen, da die Ausleuchtung im Laufe der Vorbereitung fast immer noch einmal geändert werden muss, bis die Komposition endgültig steht. Das Licht bestimmt bei der Stillleben-Fotografie nämlich den eigentlichen Erfolg des Bildes, sodass man es als wichtigen Teil des Motivs betrachten sollte.
  5. Bei der endgültigen Anordnung der einzelnen Objekte gilt es Geduld zu bewahren, da sie meist immer wieder umgeschichtet und verschoben werden müssen, dann durch den Sucher das Ganze betrachtet werden muss und schließlich auch noch Details wie Überschneidungen oder störende Kanten, die ins Bild ragen, vermieden werden sollten. Sind diese Vorbereitungen getroffen gilt es noch einmal, die Beleuchtung zu korrigieren und letztendlich den Auslöser zu drücken.

Quelle Foto: Logan Brumm Photography and Design | flickr.com

Da aller Anfang schwer ist, sollte man wirklich eine Menge Geduld aufbringen, wenn man ein tolles Stillleben-Motiv fotografieren möchte und sich nicht von ersten gescheiterten Versuchen aus der Fassung bringen lassen. Die Zeit bringt Routine und Erfahrung, sodass sich die Teile der Komposition langsam ineinander fügen, bis sie perfekt passen!

Über den Author

David.E David.E, freischaffender Künstler, Autor, Fotograf. Ein Mann mit vielen Gesichtern und wenig Perspektive, mit viel Willenskraft und wenig Euphorie, mit vielen Träumen, aber keinem Glauben. Einer der sich ohne Fäuste durchboxt und mit der Wucht eines Wasserfalls in die Tiefe stürzt, um dann als Dunst wieder empor zu steigen. Ein Mann von Welt.

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1 Kommentar zu “Stillleben 1: Wie man gute Kompositionen schafft”

  1. GravatarIns richtige Licht gesetzt | Artyst am 05. Dez 2011 um 15:26 Uhr #

    [...] für das Licht. Dabei geht es um die Positionierung des Lichts zum Motiv. In der Produktfotografie wird ein Gegenstand, um ihn beispielsweise online darzustellen, meistens von vorn angestrahlt, [...]

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