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Der Natur auf der Spur – Fotografie von M. Gebel und M. Mergemeier

Uff, dachte ich zuerst. Naturfotografie, das ist ja immer so ein bisschen kritisch. Da gerät man ja schnell in die langweilige Ecke. „Guck mal, ein Blümchen!“ –Fotos. Grenzwertig. Um dem Problem der akuten Langeweile bei Naturfotografien zu entgehen, hab ich mir nicht nur einen begabten, sondern gleich zwei begabte Fotografen gesucht. Markus Gebel und Maik Mergemeier beweisen, dass „Guck mal, ein Blümchen!“ –Fotos, alles andere als langweilig sind.

Gebel, seit 1989 Fotograf und Mergemeier, dabei seit 2003, sind was ihre Technik anbelangt, auf nichts festgelegt. Zwar haben sie ein Augenmerk auf Canon- und Nikonprodukte, nichtsdestotrotz ist ihre gesamte Ausrüstung eine vielfältige Mischung verschiedener Hersteller.

Vor einigen Jahren lernten sich beide Fotografen über das Internet und das Thema Naturfotografie kennen. Heute teilen sie nicht nur den Spaß des gemeinsamen Fotografierens, sondern auch ihre Homepage.

Nun aber zurück zum „Guck mal, ein Blümchen!“ –Foto. Wie stellt man es an, dass solche Aussprüche nicht die einzigen bleiben, bezogen auf die eigenen naturfotografischen Werke? Kurz: Wie langweilt man nicht?

Zu den ganz großen Herausforderungen gehört sicherlich, das vermeintlich einfache und schnöde Motiv (wie z.B. ein allgegenwärtiges Gänseblümchen), so ins Bild zu rücken, dass es auf einem Foto zu etwas ganz Besonderem wird.

Zu etwas ganz besonderem wird eigentlich alles, was einem der beiden vor die Linse hüpft, fliegt, läuft oder einfach bleibt wo es ist. Zwar erfordern besondere Motive und Modelle auch besonders frühe Uhrzeiten, die Glücksgefühle beim Entstehen der Fotos, als auch beim Betrachten der Endergebnisse selbst, machen unchristliche Uhrzeiten aber wieder wett.

Gebel und Mergemeier ist es wichtig, mit Herzblut zu fotografieren. Die Motive, die sie sich aussuchen sind die, die sie auch ganz persönlich schätzen und bewundern. Die Liebe zur Natur wird dadurch auch in ihren Bildern sichtbar und lässt auch Naturmuffel staunen.

Die beiden Fotografen versuchen in ihren Fotos das Gefühl für die Artgenossen zu wecken, aus den Augen der Abgelichteten zu sprechen und damit eine „mittendrin statt nur dabei“ –Situation zu schaffen.

Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es nicht nur einer geübten Fotografenhand, einer guten Ausrüstung oder eines früh gestellten Weckers.

Um seltene Pflanzen und Tiere oder scheue Motive abzulichten, bedarf es einer gewissen Vorbereitung, einem gewissen Naturverständnis, einem gewissen Kenntnisstand hinsichtlich Arten, deren Verbreitung, Ökologie, Taxonomie und Verhalten. Die Beobachtungsgabe und der Instinkt des Fotografens, spielen zudem auch eine große Rolle.

Wer noch einmal das Schmetterlinge, Libellen, Insekten, Amphibien, Reptilien, Spinnen, Vögel, Säugetiere und Landschaften umfassende Portfolio sehen möchte, der hat auf der Homepage der beiden Zugriff darauf.

Fotos: Gebel & Mergemeier, www.digitale-naturfotos.de

Über den Author

Tanja Sim Mein Name ist Tanja Sim und ich unterziehe mich derzeit dem Schicksal einer Auszubildenden, allerdings nicht im Fotobereich. Zur Fotografie selbst kam ich durch Zufall. Nun habe ich meine Leidenschaft darin gefunden, die Künste der anderen zu bewundern. Das eigene fotografische Talent ist leider nur mäßig ausgebildet und von der Geduld wollen wir gar nicht erst anfangen. Deshalb beschäftige ich mich lieber mit den Dingen die ich kann: sehen und in Worte fassen.

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