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Profis laufen Canon davon und Nikon in die Arme

Wie die Financial Times Deutschland gestern berichtete, entscheiden sich immer mehr Profi-Fotografen ihre Canon-Ausrüstung zu verkaufen und stattdessen zu Nikon zu wechseln. Schuld daran seien einige Versäumnisse bzw. Patzer seitens Canon, wie z.B. das problematische AF-Modul der Canon EOS 1D Mark III.

Nikons D3 hat dagegen einen einwandfrei funktionierenden Autofokus zu bieten, u.a. ein Grund dafür, dass sich Profis immer öfter für die Kameras mit den schwarz-gelben Trageriemen entscheiden. Laut Financial Times Deutschland ist Nikon auf die Profis zugegangen, weil man erwartet, dass man auch die anderen Zielgruppen erreicht, wenn man die Profis überzeugen kann.

Den gesamten Artikel kann man hier nachlesen:
Financial Times Deutschland: Canon sieht schwarz

Meine Meinung: Okay, dass die weißen hellgrauen Objektive nicht mehr so deutlich in der Überzahl sind, das ist mir auch schon aufgefallen. Ich bin zwar Canonier, aber in Panik gerate ich deshalb sicher nicht. Mit dem was mir das Canon-System bietet, stoße ich in keinster Weise an irgendwelche technischen Grenzen. Die Grenze des Machbaren setze ich mir immer noch selbst, durch mein fotografisches Unvermögen. Nun gut, ich bin auch kein Profi.
Doch auch die Profis sollten sich nicht verunsichern lassen, denn im kommenden Frühjahr (PMA) kann es schon wieder ganz anders aussehen. Bestimmt kommt nächstes Jahr ein Update der 1D(s) mit DIGIC IV, neuen Sensoren und hoffentlich auch treffsicheren AF-Modulen.

 

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12 Kommentare zu “Profis laufen Canon davon und Nikon in die Arme”

  1. GravatarSam am 30. Sep 2008 um 16:21 Uhr #

    Soweit ich das verstehe war es weniger der nicht funktionierende AF sondern mehr die Art wie Canon damit umgegangen ist (totschweigen, verneinen), die den Profis sauer aufgestossen ist.
    Ein AF der nicht richtig tut ist ja schon nervig, aber wenn dann der Hersteller nicht angemessen reagiert haben einige schnell die Schnauze voll.

  2. Gravatarmikum am 30. Sep 2008 um 16:34 Uhr #

    Ja, so wird’s sein. Im FTD-Artikel steht auch:
    “Canon bleibt stur: Ein offizielles Eingeständnis der Mängel fehlt bis heute. Die Profiszene reagiert mit Enttäuschung: “Wir haben uns von Canon alleingelassen gefühlt”, sagt ein Fotograf.”

  3. Gravatardetail24 am 02. Okt 2008 um 09:35 Uhr #

    “Mit dem was mir das Canon-System bietet, stoße ich in keinster Weise an irgendwelche technischen Grenzen. Die Grenze des Machbaren setze ich mir immer noch selbst, durch mein fotografisches Unvermögen. Nun gut, ich bin auch kein Profi”. – Dem kann ich auch nichts mehr hinzufügen, sehr schön gesagt! So Panikmache kann ich gar nicht leiden und schon gar nicht reißerische Berichte das man jetzt schnell wechseln muss!

    Aber Canon wird sich definitiv wundern, wie schnell Nikon in den nächsten Monaten aufholen wird!

  4. GravatarDas Foto & Video-Blog für Verbraucher » Canon EOS 1D Mark III: Kunden verärgert am 02. Okt 2008 um 09:57 Uhr #

    [...] verärgert Die Ärgernisse mit der Canon EOS 1D Mark III halten an: Wie die Internetseite picspack.de berichtet, laufen dem Hersteller Canon zahllose Kunden davon, weil sie mit der Firmenpolitik [...]

  5. Gravatarmikum am 02. Okt 2008 um 10:14 Uhr #

    @detail24:
    Ich vermute, dass sich Canon inzwischen der neu erstarkten Konkurrenz durchaus bewusst ist. Nikon hat in letzter Zeit ja nicht nur aufgeholt, sondern teilweise auch überholt. Wahrscheinlich gibt es schon eine EOS 1D Mark IV zur PMA. Da werden die Karten dann neu gemischt.

  6. GravatarSam am 02. Okt 2008 um 10:23 Uhr #

    Detail24, der technische Mangel scheint für die meisten nicht der Grund für den Wechsel, sondern der Umgang von Canon damit.
    Wenn ich meine Kamera beruflich brauche, ich ein Problem habe, und der Hersteller sich weigert auch nur zuzugeben, dass da ein Problem ist, geschweige denn mir zu helfen, dann sehe ich da ein Problem mit der Zusammenarbeit.

    Daher ist es auch egal ob Canon den technischen Fehler behoben hat, solange sie ihre Support-Politik nicht ändern werden ihnen weiter die Profi-Kunden weglaufen.

  7. Gravatardetail24 am 02. Okt 2008 um 11:53 Uhr #

    @mikum: Canon sollte sich definitiv was einfallen lassen, stimmt!

    @Sam: Klar bei den Berufsfotografen sieht es dann schon wieder gaaaanz anders aus! Aber wie schon in dem Artikel erwähnt, färbt sowas ganz schnell auf die Semi-Profis, ambitionierten Amateuren usw. ab, sodass Nikon den Platzhirschen Canon bald, was die Marktanteile betrifft, überholt.

    Offtopic: Ich mag meine Canon und die dazugehörige Ausrüstung trotzdem noch und kann nur nochmals wiederholen, das nur ich selbst die Grenze des Machbaren setze!

  8. GravatarMichi am 06. Okt 2008 um 01:39 Uhr #

    “Wie die Financial Times Deutschland gestern berichtete, entscheiden sich immer mehr Profi-Fotografen ihre Canon-Ausrüstung zu verkaufen …”
    Gut für mich zu wissen: Da muss ich in den nächsten Tagen den Gebrauchtmarkt im Auge behalten. Vielleicht ist da ja ein Schnäppchen für mich dabei!

  9. GravatarBachus am 06. Okt 2008 um 09:40 Uhr #

    Tja, nachdem Canon jahrelang die Branche mit Innovationen vor sich her getrieben hat, sind sie fett und faul geworden. Und Arrogant wie es scheint.

    Interessant ist auch folgender Artikel.
    http://www.motorsport-aktuell......-6947.html

    Offensichtlich hatte die Nikon-Nutzer auch beim letzten Formel 1-Rennen die Nase vorn.

    Canon muss aufpassen. Immerhin haben die lange daran gearbeitet die Nr. 1 im Profisegment zu werden, nachdem so ziemlich die ganze analoge Zeit über Nikon die Wahl der Profis war. Noch kann man mit dem teueren Profiequipment gutes Geld verdienen und zusätzlich hat das Profi-Renommee auch Ausstrahlung auf die darunter liegenden Marktsegmente. Canon weiß dass mit Sicherheit, den schließlich haben die seinerzeit alles getan, um die Profis ins eigene Lager zu holen, auch nachdem Canon schon längst Marktführer in den anderen Segmenten waren.

    Insgesamt finde ich es (als langjähriger überzeugter Canon-Nutzer) gut, dass es jetzt auf allen Ebenen (Einsteiger, Amateur und Profi) kräftigen Gegenwind für Canon gibt. Das heißt nämlich, dass sich Canon wieder anstrengen muss und das kann ja nur für alle interessant sein. Vielleicht gibt es dann auch von Canon irgendwann man wieder bezahlbare Objektive die keinen Joghurtbecher in der Ahnenreihe haben.

  10. Gravatarmikum am 06. Okt 2008 um 10:14 Uhr #

    Hi Bachus,
    danke für den interessanten Link. Die darin enthaltenen technischen Erklärungen sind zwar haarsträubend, aber wir wissen ja was gemeint ist. ;)

    Zitat 1:
    “Je höher die ASA-Zahl, desto besser kommen Farben und Kontraste bei Dunkelheit rüber.”

    Zitat 2:
    “…bei Digitalbildern das sogenannten Rauschen – eine schwammige Unschärfe direkt hinter dem Punkt, auf den das Foto scharfgestellt ist.”

    Aha! Man lernt ja nie aus. :D

  11. GravatarHobbyfotograf am 27. Okt 2008 um 14:31 Uhr #

    Also in Panik geraten sollte man ja grundsätzlich nicht und was auch immer einen an seinem aktuellen Modell stört, ein Abwägen vor einem eventuellen Wechsel lohnt sicherlich immer, denn wer weiß, ob nicht ganz andere Probleme beim neuen Anbieter warten. Wer die technischen Grenzen aufgrund des eigenen Unvermögens eh nicht vollkommen ausnutzen kann, der darf dann auch gerne einmal einfach aus dem Bauch heraus entscheiden, ich glaube da nehmen sich die großen Marken alle nicht sonderlich viel.

  12. GravatarHobby2 am 01. Feb 2010 um 19:12 Uhr #

    Noch zu analog Zeiten galt Nikkon als die 1.Wahl in der Profi-Fotografie, doch durch den guten Service und aufbau eines großen Netzwerkes das Canon Anfang der 90er aufgebaut hat, verlor Nikkon viele Kunden…
    Das ist der Übergeordnete, langfristige Trend, ich schätze mal das mit dem Autofokus-Problem is eher kurzfristiger Natur…

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