Neu: Canon EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS
Canon überlässt den Markt für Standard-Zoom-Objektive nicht länger Sigma und Tamron. Mit dem EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS bietet Canon ab September selbst ein 11-fach Standard-Zoom für seine APS-C Kameras an.
Dieser Schritt war ja auch schon lange überfällig. Nikon ist hier mit seinem AF-S DX VR NIKKOR 18-200 mm mal wieder deutlich schneller gewesen. Der DSLR-Einsteiger im Allgemeinen und der Reisefotograf im Speziellen, verlangen nun mal nach flexiblen Standard-Zooms für ihre Crop-Kameras. Lange Zeit haben Tamron und Sigma diesen Markt gerne bedient, zuletzt sogar mit bildstabilisierten Objektiven.

Passend zur offiziellen Verkündung der EOS 50D, präsentiert man nun ein entsprechend kompaktes EF-S Objektiv mit einem Brennweiten-Bereich von 18 – 200 Millimeter. Der Bildausschnitt entspricht in etwa 29 bis 320 Millimetern im Kleinbild. Das Objektiv ist zwar als lichtschwach zu bezeichnen, doch immerhin verfügt es über einen Image Stabilizer, welcher verwackelte Aufnahmen verhindern soll.
Der Alleskönner soll ab Ende September zu einem empfohlenen Preis von 599,- Euro über den Ladentisch gehen.
Eine erste offizielle Produktseite zum EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS gibt’s bei Canon-USA.
Details dieses Beitrags:
- Veröffentlicht am: 26. August 2008
- Autor: mikum
- Kategorie: FotoHardware
- Tags: Canon, EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS, Image Stabilizer, Objektiv, Standard-Zoom, Zoom
- Kommentare: 6 Kommentare
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Hat das Ding keinen USM?
Nee, USM gibt’s vorzugsweise bei den L-Linsen.
Das ja nun auch wieder nicht, alle meine Nicht-L-Linsen (17-85mm, 17-55mm, 70-300mm) verfügen über einen USM. Nun hat man da ein stabilisiertes Objektiv mit einem lauten langsamen Rödel-AF. Ich bin gespannt auf die ersten Testergebnisse, denn praktisch ist die Brennweite ja schon.
Na gut, ‘vorzugsweise’ ist dann wohl nicht richtig. Sagen wir’s so: Bei L-Linsen ist es wahrscheinlicher, dass sie ein USM habe, als beim Rest. :)
Von solchen Suppenzooms halte ich nicht so viel. Obwohl das Nikkor 18-200 VR ja wirklich gut sein soll. Mal sehen, ob Canon an dessen Qualität herankommt. Zumindest muss Canon die Sigmas und Tamrons in Sachen Abbildungsqualität schlagen, ansonsten hat die neue Linse kaum einen Sinn.
Ich hatte mal das 18-200 von Sigma, ohne OS. Der Wechsel zum 17-50/f2,8 von Tamron, öffnete mir dann die Augen. :)
Bei einem so großen Brennweitenbereich von 18 bis 200 mm muss am Ende nun mal ein Kompromiss herauskommen.
Mit dem Canon EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS bin ich bisher ganz zufrieden, ist es doch ein gutes Einsteiger-Objektiv für einen recht günstigen Preis, dass als Standardzoom mit Image Stabilizer eine ausgeglichene Auflösung liefert, aber meiner Erfahrung nach Ungenauigkeiten bei der Verzeichnung und Randabdunklung aufweist. Ich würde daher gerne wissen, ob beim Canon EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS diese Schwächen behoben sind, bevor ich diese Investion überlege.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Objektiv mit dem deutlich größeren Brennweitenbereich eine bessere optische Leistung abliefert, als das ‘kürzere’ Pendant.
Also da muss ich deinen Optimismus leider etwas dämpfen. ;)