20 – 1000mm mit adaptiver Polymerlinse
Was die Firma Laser 2000 GmbH da in Form einer Pressemitteilung über ihre neueste Optik-Innovation verkündet, öffnet tollkühnen Spekulationen über zukünftige D-SLR-Optiken Tür und Tor. Aber vermutlich ist die Technologie weniger für den Einsatz an SLRs gedacht. Doch wer weiß? Grundlagenforschung hat noch keinem geschadet. Vielleicht wird mit dieser Technik doch bald ein Superzoom mit durchgängiger Blende 1,2 und hervorragender Abbildungsleistung möglich. Man wird ja mal träumen dürfen…

Foto: laser2000.de
Auszug aus der Pressemitteilung:
Optik-Innovation: Eine Linse für alle Brennweiten – Adaptive Polymerlinse mit variabler Brennweite
Komplexe optische Aufbauten beinhalten oft eine Vielzahl von optischen Linsen, die korrekt dimensioniert, optimiert und aufeinander abgestimmt werden müssen.
(pressebox) Wessling, 29.05.2008 – Ein Sortiment aus Standardlinsen mit fest vorgegebenen Brennweiten schränkt die Flexibilität ein und Sonderanfertigungen sind teuer. Die Lösung ist eine neuartige Polymerlinse, deren Brennweite manuell und kontinuierlich über einen großen Bereich eingestellt werden kann.
Die neue APL-1050 ist eine Einzellinse mit variabler Brennweite basierend auf einer gekapselten Polymerflüssigkeit. Die neue und einzigartige Technologie zeichnet sich durch günstige Kosten bei gleichzeitig hoher Flexibilität, Qualität und Präzision aus und eröffnet damit neue Perspektiven für die Optik-Industrie.Der Linsenkörper der APL-1050 besteht aus einer Polymerflüssigkeit, umgeben von einem polierten und AR-beschichteten Substrat auf der einen Seite und einer elastischen Membran auf der anderen Seite. Durch Drehen eines Ringes am Gehäuse der Linse wird Flüssigkeit aus einem Reservoir in den Linsenkörper gedrückt, wodurch sich die Membran spherisch deformiert und damit die Brennweite der Linse ändert.
Die neue Technologie erlaubt eine hohe Stabilität sowohl im Kurzzeitbereich, d.h. keinerlei Relaxationen, als auch im Langzeitbereich, so dass eine einmal eingestellte und optimierte Linse im Aufbau verbleiben kann.
Die Highlights der APL-1050 im Überblick:
- Brennweite: ca. 20 mm bis 1 m (manuell einstellbar)
- Transmission: ca. 90%
- Wellenlängenbereich: 200…2200 nm (ohne Beschichtung)
- freie Apertur: >10 mm
- Arbeitstemperatur: -20…60 °C
- Abmessungen Gehäuse: 45,7 x 20,8 mm (Durchm. x Dicke)
- mit Fassung für 25,4 mm Halterungen
Details dieses Beitrags:
- Veröffentlicht am: 30. Mai 2008
- Autor: mikum
- Kategorie: FotoHardware
- Tags: Innovation, Linse, Objektiv, Optik, Polymerlinse, Technologie
- Kommentare: 4 Kommentare
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Das ist ja spannend! Mal sehen wie es sich entwickelt… Danke für die Info.
Tjoa, leider wird sich da in absehbarer Zeit wohl doch nicht so viel für uns Fotografen entwickeln. Ich habe mal nachgefragt und und freundlicher Weise folgende Antwort erhalten:
“Die APL-1050 ist zwar in der Brennweite einstellbar, sie ist aber immer eine reine Plan-Konvex-Linse. Falls reine Plan-Konvex-Linsen in Optiken für Kameras eingesetzt werden, so ist auch der Einsatz der APL-1050 denkbar, wobei sie mehr als Linse gedacht ist, mit der man in einem Prototypenaufbau mit den optischen Parametern “spielen” kann. Trotz ihrer hohen Langzeitstabilität wird sie als Linse mit fester Brennweite in den meisten Systemen zu teuer sein (Einzelstückpreis EUR 895,- zzgl. ges. MwSt.).”
:(
phuuu… bei dem preis würde ich ja dann auch ganz tief schlucken…
Der Preis ist ja relativ. Ließe sich die Technik aber sinnvoll für SLR-Objektive nutzen – welche ja in größeren Stückzahlen produziert werden – dann kämen sicherlich bald bezahlbare Fotooptiken dabei raus. Aber so wie es aussieht, kommt dieser Einsatzzweck eh nicht in Frage. Schade. :(