Bruce Gildens Street Fotografie
Ist das nun mutig, aufdringlich oder einfach nur rotzfrech? Wenn ich dem guten Bruce so beim Blitzen von ahnungslosen Passanten zuschaue, stellen sich mir mehrere Fragen:
- Wie oft wurde Bruce schon verprügelt?
- Wie schnell kann Bruce weglaufen?
- Wird Bruce nicht verklagt, sobald er eines der Fotos veröffentlicht?
- Wie würde es einem ergehen, wenn man sowas in Deutschland machen würde?
Wie auch immer… meine Art zu Fotografieren wäre das nicht, es ist aber faszinierend zu zu schauen.
via zoomyboy
Details dieses Beitrags:
- Veröffentlicht am: 27. Mai 2008
- Autor: mikum
- Kategorie: Fotografie
- Tags: Bruce Gilden, Fotografie, Street, Video, YouTube
- Kommentare: 13 Kommentare
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Ich weiß nicht wie schnell er läuft und ob er sich oft prügelt, aber was das Verklagen angeht weiß ich etwas: in den USA gelten andere Rechte als bei uns, wenn es um das veröffentlichen von Personenfotos geht.
Nur weil das bei uns verboten ist, bzw. man dagegen angehen kann, bedeutet das nicht dass es in den USA nicht erlaubt ist (dort macht man sich dagegen mehr Sorgen darüber ob das Foto so dargestellt wird dass es mit einem Produkt in Verbindung gebracht wird).
Was die Reaktion in Deutschland angeht, vielleicht probiert es ja mal jemand aus un berichtet… :)
Ja, wir Deutschen sind da ja sehr genau, wie bei allen Dingen. Trotzdem dachte ich, dass gerade in den Staaten Jeder Jeden wegen Allem verklagt. Aber zugegeben, die dortigen Rechte am eigenen Bild kenne ich nicht.
Würden sie bestimmt tun, wenn es ein Recht auf das eigene Bild gäbe, so wie bei uns.
Gerade wenn man ins Ausland verreist sollte man sich immer informieren was dort erlaubt ist – wer weiß denn schon ob in einigen Ländern nicht schon Haftstrafe auf das Fotografieren eines Militärs steht, und sowas sollte man vorher wissen!
ich gebe zu, ich fotografiere nicht besonders gerne menschen in der öffetnlichkeit. einerseits möchte ich nicht um erlaubnis bitten weil dann die natürlichkeit flöten geht, andererseits finde ich es nicht richtig, “heimlich” zu fotografieren – ich bin also sicher voreingenommen was gildens taktik angeht.
ich wäre definitiv nicht einverstanden, so fotografiert zu werden. ein überraschungsfoto und dann eine kurze erklärung, warum dieses als “attacke” gemacht wurde – gerne.
anblitzen und weiterrennen – nein.
das ist zwar sicher um einiges aufwändiger als gildens herangehensweise, aber ich finde die motive haben das recht darauf, dass ihre verwirrung aufgeklärt wird und dass sie evtl. das foto kurz sehen dürfen.
Tja, ich sehe das auch so. Rechtliche Lage hin oder her, es ist und bleibt extrem unhöflich. Eine anschließende Aufklärung würde sicher helfen. Das Foto wird er den Passanten aber nicht direkt zeigen können, weil er halt analog fotografiert (wenn ich’s richtig gesehen habe). :)
In DE müsste man nach dem kurzen aufklärenden Gespräch auch gleich noch einen Modell-Vertrag unterzeichnen lassen… :)
Man sieht ja auch in dem Video wie knapp er das Blitzlicht vor das Gesicht der Passanten hält, also wenn er da an den falschen kommt, der zeigt ihm dann wo man das Blitzgerät noch so überall reinstecken kann.
Und USA like währe hier, wenn ihn dann einer verklagt auf 5000000.- das er ihm die Netzhaut durch das Blitzlicht verbrannt hat. Aber vielleicht ist das aber auch der Bruce Gilden Bonus und ein Kamerateam war ja auch dabei – und was tut man nicht alles fürs TV.
Ich glaube aber schon, dass er ohne TV-Team nicht sehr viel anders vorgeht. Wirkte alles sehr routiniert: Immer die gleiche Vorgehensweise:
1. Opfer erspähen
2. in die Hocke gehen
3. aufsichtig Knipsen und seitlich anblitzen
4. Nicht zu vergessen: Anschnauzen, wenn der Passant sich erlaubt hat zu lächeln. :)
So nebenher, es ist auch in DE nicht verboten Menschen in der Öffentlichkeit zu fotografieren.
Es ist lediglich verboten die Fotos hinterher zu veröffentlichen.
(Das mit dem Blitz direkt vorm Gesicht kann ja auch dazu gut sein, dass die Leute dann erstmal desorientiert und geblendet sind, und nicht mehr sehen können wer das war)
[...] Bruce Gildens Street Fotografie Picspack mit einem Video über den Streetfotografen Gildens und seine doch sehr eigenartige Herangehensweise, Menschen auf der Strasse zu fotografieren. Er stellt die berechtigte Frage, wie schnell Bruce weglaufen kann.Was ist rechts ? Sarah Jakobeit stellt einen Wettbewerb vor, bei welchem Fotos gesucht werden, die sich gegen rechtsextremes Gedankengut wehren. Auf Julia Stern bloggte auf Foto-Howto mit Fotografieren gegen Rechts darüber. [...]
Also ich bin ein riesen Gilden Fan, finde es super was und wie er es macht. Man sollte sich mal ein bisschen entspannen denke ich, es ist ein Foto… das ist Kunst was er da macht, und wieviele tausende Menschen gibt es die die Bilder ansehen und erstaunt sind?
Wieviele von euch haben nach diesem Artikel gesucht und gestaunt?
So ich hab das mal so gemacht in einer Großstadt in Deutschland.Was dabei rum kam ? 2Std aufenthalt bei der Polizei die mir sogar verbieten wollten überhaupt bilder zu machen *schmunzel* …..nachdem sie sich sachkundig gemacht haben konnte ich die Bilder behalten ……Veröffendlichen kann ich sie nicht …also ab in die Staaten da geht sowas.
mfg Martin
@Martin:
mutig ! :)
[...] Jemand, der bekannt ist: Bruce Gildens Streetfotografie. [...]